Empörung nach Urteil: 23-Jähriger wegen Vergewaltigung nur zu Bewährungsstrafe verurteilt

Stand: 6. August 2023, 18:09 Uhr – von Redaktion

Bild Gewalt gegen Frau
Symbolbild Gewalt gegen eine Frau / Quelle: HTWE/Shutterstock

Ein 23-jähriger Mann wurde in Regensburg zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, nachdem er mehrere Frauen belästigt und eine 16-Jährige vergewaltigt hatte. Das Urteil sorgt für Diskussionen und heftige Reaktionen in der Öffentlichkeit.

Im Prozess vor dem Jugendschöffengericht in Regensburg räumte der Angeklagte ein, fünf junge Frauen belästigt und eine von ihnen vergewaltigt zu haben. Trotz seines Geständnisses wurde er nach einem sechsmonatigen Aufenthalt in Untersuchungshaft freigelassen. Der Richter verhängte eine Bewährungsstrafe von 22 Monaten. Zudem muss der Sexualstraftäter ein Anti-Aggressionstraining absolvieren und darf den Alkoholgehalt in seinem Blut von 0,5 Promille nicht überschreiten. Der Angeklagte bot seinem Opfer 2.500 Euro als Entschädigung an, was diese jedoch ablehnte.

Christian Reiser, einer der Verteidiger des Mannes, kommentierte das Urteil in den Medien. Er betonte die angeblich erfolgreiche Integration des Mannes in Deutschland seit seiner Ankunft im Jahr 2015 aus Afghanistan. Jörg Meyer, der zweite Anwalt, hob hervor, dass bei heranwachsenden Angeklagten der Erziehungsgedanke eine wesentliche Rolle spiele.

Zu den Vorfällen: Der erste sexuelle Übergriff des Angeklagten ereignete sich 2019, bei dem er ein Mädchen belästigte und ein weiteres vergewaltigte. In einem späteren Fall im selben Jahr wurde er forderte er eine Frau zu einer sexuellen Handlung auf. Als diese ablehnte, wurde er aggressiv, und das Opfer gab nach. Weitere Übergriffe folgten in den Jahren 2021 und 2022. Nach seiner Rückkehr von einer Reise nach Afghanistan im Januar 2023 wurde er am Münchner Flughafen festgenommen.

Das milde Urteil ist leider kein Einzelfall. Erst im letzten Jahr wurde ein afghanischer Täter ebenfalls nur zu Bewährung verurteilt, nach dem er eine Elfjährige vergewaltigte. Auch in diesem Fall war die öffentliche Empörung groß („Welt“ berichtete). Opfer solcher Taten leiden oftmals ihr ganzes Leben an den Folgen. Daher haben die Öffentlichkeit und Täterschützer kein Verständnis für zu milde Strafen nach Sexualdelikten.

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