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Polizisten-Mord in Kusel: Aufruhr im Prozess

Justitia - Symbolbild Artikel Polizistenmord in Kusel
Quelle: Adobe Stock / Symbolbild

Derzeit findet in Kaiserslautern der Prozess wegen des Mordes an Polizisten in der Pfalz statt. Der Ton wird rauer.

Ursache für die Verschärfung des Tons und ein heftiges Wortgefecht waren Beweisanträge der Anwälte des Hauptangeklagten am vergangenen Montag. Darunter war ein Antrag auf ein aussagepsychologisches Sachverständigengutachten. Daraufhin wurde der Oberstaatsanwalt wütend.

Nur einer der beiden hat nach derzeitigem Stand geschossen

Beide Angeklagten geben sich gegenseitig die Schuld an den tödlichen Schüssen auf die Polizisten, die in ganz Deutschland für Entsetzen sorgten.

Der 39-jährige Hauptangeklagte soll eine Polizisten und einen Polizisten bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle getötet haben. Derzeit geht man davon aus, dass er damit Jagdwilderei vertuschen wollte. Der Nebenangeklagte (33) soll zwar bei der Tat anwesend gewesen sein, jedoch nicht geschossen haben. Nach den Morden soll er dem Hauptangeklagten dabei geholfen haben, die Spuren zu verwischen.

Aufruhr im Gericht

Der Oberstaatsanwalt warf den Verteidigern nach ihren Anträgen vor, das Verfahren in die Länge ziehen zu wollen. Er sagte: "Das ist doch kein Kasperletheater hier. Es ist jetzt wirklich Schluss mit diesem Quatsch".

Die Verteidiger nannten diese Unterstellung "dreist".

Nach mehrstündiger Beratungspause wies der Vorsitzende Richter den Antrag mit der Begründung zurück, dass das Gericht selbst über die notwendige Expertise verfüge.

Wie geht es weiter?

Am Montag fand der 19. Verhandlungstag im Landgericht Kaiserslautern statt. Ein Urteil könnte am 30. November gesprochen werden. Das öffentliche Interesse am Prozess war auch diesmal groß.