Prozess gegen Gil Ofarim im Davidstern-Eklat: Verhandlung auf unbestimmte Zeit verschoben

Stand: 11. September 2023, 17:47 Uhr – von Redaktion

Bild Gil Ofarim
Quelle: Instagram / gilofarim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor kurzem erst wurde der Befangenheitsantrag des Angeklagten Ofarim und seinen Verteidigern gegen einen Richter des Landgerichts Leipzig abgelehnt und die Beschwerden dagegen verworfen (Justizvollzugsanstalt.org berichtete). Nun teilt das Gericht mit, dass der erste Verhandlungstag nicht wie ursprünglich geplant am 24. Oktober 2022 stattfindet. Die Hauptverhandlung verzögert sich erheblich.

Der Musiker Gil Ofarim ist vor dem Landgericht Leipzig im Davidstern-Skandal wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung angeklagt. Nachdem ein Befangenheitsantrag gegen einen der Richter abgelehnt wurde, hätte die Verhandlung eigentlich wie geplant am 24. Oktober beginnen können. 

Doch daraus wird nichts. Das Gericht hat nun die Termine zur Hauptverhandlung aufgehoben und den Prozess um mindestens sechs Monate vertragt. 

Laut einstimmigen Medienberichten, sollen die Verteidiger des Angeklagten versucht haben, den Prozess hinauszuzögern. Unter anderem warfen diese dem Gericht vor, dass Ofarim wegen seines angeblichen Promistatus’ anders behandelt würde als “durchschnittliche” Angeklagte. Dem will das Landgericht Leipzig nun entgegenwirken, so berichtet “Watson”.

Das Gericht regt an, die Zeit zu nutzen, um zum Beispiel ein Versuch zu einem Täter-Opfer-Ausgleich zu starten. Der Hotelmitarbeiter, der Ofarim angezeigt hat, ist Nebenkläger im Strafverfahren und hat vor kurzem einen Adhäsionsantrag gestellt.  

Das Landgericht Leipzig entscheidet bis zum Prozessbeginn zudem über die Zulassung einer weiteren Anklage wegen falscher eidesstattlicher Versicherung, versuchtem Betrug und Betrug gegen Ofarim. 

Wann die Hauptverhandlung beginnt, ist unklar. Das Gericht teilte allerdings mit, dass dies nicht vor Ablauf von sechs Monaten geschehe, da die zuständige Strafkammer sehr ausgelastet sei, wie “Legal Tribune Online” berichtet.

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